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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Kredit für eine Weiterbildung kann ein staatliches Förderdarlehen oder ein normaler Ratenkredit sein.
- Für Meister, Fachwirt, Techniker und ähnliche Abschlüsse gibt es das Aufstiegs-BAföG mit Zuschuss und zinsgünstigem Darlehen.
- Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter nach einem Bildungsgutschein fragen.
- Kosten für eine berufliche Weiterbildung lassen sich in der Regel als Werbungskosten von der Steuer absetzen.
- Auch wenn die Weiterbildung abgebrochen wird, muss ein Kredit vollständig zurückgezahlt werden.
Ein Kredit für eine Weiterbildung finanziert Kursgebühren, Prüfungen, Lernmaterial und Reisekosten, wenn Sie das Geld nicht aus Ersparnissen oder über Ihren Arbeitgeber aufbringen können. Bevor Sie einen normalen Ratenkredit aufnehmen, sollten Sie staatliche Förderungen prüfen: Für viele berufliche Abschlüsse gibt es das Aufstiegs-BAföG mit Zuschuss und günstigem Darlehen. Ein Ratenkredit ist vor allem dann sinnvoll, wenn keine Förderung greift und Ihr Einkommen die Rate während und nach der Weiterbildung sicher trägt. Hier beantragen Sie Ihren Kredit für Ihre Weiterbildung direkt über uns.
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Kredit für eine Weiterbildung: welche Finanzierungswege es gibt
Für Weiterbildungen gibt es mehr Geldquellen als für die meisten anderen Ausgaben. Ein Überblick:
| Finanzierungsweg | Für wen | Was es bringt | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Aufstiegs-BAföG | Fortbildungen zu Meister, Fachwirt, Techniker, Erzieher und vergleichbaren Abschlüssen | Zuschuss zu Lehrgangs- und Prüfungskosten, Rest als zinsgünstiges Darlehen | Bei bestandener Prüfung kann ein Teil des Darlehens erlassen werden |
| Bildungsgutschein | Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohte | Übernahme der Kosten für zugelassene Maßnahmen | Bei Agentur für Arbeit oder Jobcenter beantragen |
| Förderung durch den Arbeitgeber | Beschäftigte | Teilweise oder volle Übernahme der Kosten, teils Freistellung | Rückzahlungsklausel im Vertrag beachten |
| Stipendien | Zum Beispiel junge Fachkräfte mit sehr gutem Abschluss | Zuschuss, der nicht zurückgezahlt wird | Altersgrenzen und Fristen beachten |
| Studien- oder Bildungskredit | Studierende, etwa im Master | Monatliche Auszahlung, Rückzahlung später | Zinsen und Rückzahlungsbedingungen genau prüfen |
| Ratenkredit | Alle mit ausreichendem Einkommen | Flexibel, nicht an einen Anbieter gebunden | Volle Rückzahlung auch bei Abbruch |
| Ratenzahlung beim Anbieter | Teilnehmende vieler Lehrgänge | Kursgebühr in Monatsraten | Prüfen, ob Zinsen oder Aufschläge anfallen |
Viele Bundesländer haben eigene Förderprogramme für berufliche Weiterbildung. In den meisten Ländern haben Beschäftigte außerdem Anspruch auf einige Tage Bildungsurlaub pro Jahr, wenn die Veranstaltung anerkannt ist.
Was ist ein Weiterbildungskredit?
Einen einheitlichen Weiterbildungskredit gibt es nicht. Gemeint ist entweder ein staatliches Förderdarlehen, das an eine bestimmte Fortbildung gebunden ist, oder ein normaler Ratenkredit, den Sie für Ihre Weiterbildung nutzen. Der Unterschied ist wichtig: Förderdarlehen haben oft günstige Zinsen, tilgungsfreie Jahre und teils einen Erlass bei Erfolg. Dafür gelten feste Bedingungen für Anbieter, Abschluss und Dauer. Ein Ratenkredit ist frei verwendbar und schnell beantragt, kostet aber marktübliche Zinsen und beginnt sofort mit der Rückzahlung.
Unterstützung durch den Arbeitgeber
Fragen Sie vor jeder Finanzierung bei Ihrem Arbeitgeber nach. Viele Unternehmen beteiligen sich an Fortbildungen, die dem Betrieb nützen, etwa durch Übernahme der Kursgebühren, bezahlte Freistellung für Prüfungstage oder flexible Arbeitszeiten. Die Agentur für Arbeit kann Weiterbildungen von Beschäftigten unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls fördern, wenn der Arbeitgeber mitmacht. Halten Sie jede Vereinbarung schriftlich fest, besonders wenn eine Bindungsfrist oder Rückzahlungspflicht vereinbart wird. Solche Klauseln sind nur in bestimmten Grenzen wirksam; im Zweifel lohnt eine kurze arbeitsrechtliche Beratung.
Welche Weiterbildungen sich finanzieren lassen
Mit einem freien Ratenkredit können Sie praktisch jede Form der Weiterbildung finanzieren:
- Akademische Weiterbildung: Masterstudiengänge, berufsbegleitende Studiengänge, Zertifikatsprogramme an Hochschulen.
- Berufliche Qualifizierung: Meisterkurse, Fachwirt- oder Technikerlehrgänge, Umschulungen, Branchenzertifikate etwa in IT oder Projektmanagement.
- Sprachkurse: Intensivkurse für den Beruf, auch im Ausland.
- Seminare und Workshops: kürzere Angebote, um bestimmte Kenntnisse zu vertiefen.
- Absolventenprogramme: Spezialisierungen nach einem abgeschlossenen Studium.
Zu den Kosten zählen nicht nur die Kursgebühren. Rechnen Sie Prüfungsgebühren, Bücher, Software, Fahrtkosten, Unterkunft und eventuell einen Laptop mit ein. Bei einer Vollzeitweiterbildung kommt der Einkommensausfall hinzu.
Wann ein Ratenkredit für die Weiterbildung sinnvoll ist
Ein Ratenkredit lohnt sich vor allem, wenn keine Förderung infrage kommt oder die Förderung nicht alle Kosten deckt. Wichtig ist, dass die Rate auch während der Weiterbildung bezahlbar bleibt. Bei einer berufsbegleitenden Fortbildung läuft das Gehalt weiter, bei einer Vollzeitmaßnahme oft nicht.
Prüfen Sie außerdem, ob sich die Weiterbildung beruflich auszahlt. Ein Abschluss, der in Ihrer Branche gefragt ist oder eine Gehaltsstufe öffnet, rechtfertigt eine Finanzierung eher als ein Kurs ohne klaren Nutzen.
Beispiel: Ein Elektriker plant den Meisterkurs. Lehrgang und Prüfung kosten zusammen mehrere tausend Euro. Über das Aufstiegs-BAföG erhält er einen Zuschuss und ein zinsgünstiges Darlehen für den Rest. Für den Laptop und die Fahrtkosten, die nicht gefördert werden, nimmt er einen kleinen Ratenkredit über 24 Monate auf. Nach bestandener Prüfung kann ein Teil des Förderdarlehens erlassen werden.
So beantragen Sie einen Kredit für eine Weiterbildung
- Kosten ermitteln: Listen Sie Kursgebühren, Prüfungen, Material, Fahrten und Unterkunft auf.
- Förderung prüfen: Fragen Sie nach Aufstiegs-BAföG, Bildungsgutschein, Landesprogrammen, Stipendien und Unterstützung durch den Arbeitgeber.
- Finanzierungslücke berechnen: Ziehen Sie Förderung, Ersparnisse und Arbeitgeberanteil ab.
- Budget prüfen: Rechnen Sie die Rate für die Zeit während und nach der Weiterbildung durch.
- Angebote vergleichen: Entscheidend sind effektiver Jahreszins und Gesamtkosten. Über das Online-Antragsformular können Sie unverbindlich Angebote von Partnern anfragen.
- Unterlagen einreichen: Ausweis, Gehaltsabrechnungen oder Steuerbescheid, Kontoauszüge. Für Förderdarlehen kommen Anmeldebestätigung und Kostenaufstellung des Anbieters hinzu.
- Vertrag prüfen und unterschreiben: Bei Verbraucherkrediten haben Sie nach Abschluss 14 Tage Widerrufsrecht.
Der Kreditgeber muss Ihre Kreditwürdigkeit prüfen (§ 505a BGB). Er schaut auf Ihr aktuelles Einkommen, Ihre Ausgaben und die Schufa. Ein künftig höheres Gehalt nach der Weiterbildung rechnet er in der Regel nicht ein.
Kosten, Steuern und Risiken
| Aspekt | Was es bedeutet | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Kostenstruktur | Alle Ausgaben rund um die Weiterbildung | Auch Material, Reisen und Einkommensausfall einrechnen |
| Kreditkonditionen | Effektiver Jahreszins, Laufzeit, Rate, Sondertilgung | Mehrere Angebote vergleichen |
| Bonität und Einkommen | Grundlage der Kreditentscheidung | Bei Vollzeitweiterbildung mit geringerem Einkommen rechnen |
| Weiterbildungsprogramm | Art, Dauer und Anerkennung des Abschlusses | Seriosität und Zulassung des Anbieters prüfen |
| Rückzahlungsplan | Zeitraum bis zum Ende der Rückzahlung | Laufzeit so wählen, dass Sie nicht jahrelang nach dem Abschluss noch zahlen |
Kosten für eine berufliche Fort- oder Weiterbildung können Sie in der Regel als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Das gilt grundsätzlich auch für die Zinsen eines Kredits, mit dem Sie die Weiterbildung bezahlt haben. Förderzuschüsse müssen Sie abziehen. Bei Fragen hilft ein Lohnsteuerhilfeverein.
Das größte Risiko ist ein Abbruch. Der Kredit läuft weiter, auch wenn die Weiterbildung nicht abgeschlossen wird. Prüfen Sie deshalb vorab Kündigungsbedingungen und Erstattungsregeln des Anbieters. Zahlt der Arbeitgeber, achten Sie auf Rückzahlungsklauseln für den Fall, dass Sie das Unternehmen kurz danach verlassen.
Prüfen Sie auch den Anbieter selbst. Seriöse Bildungsträger nennen alle Kosten schriftlich, erklären die Prüfungsbedingungen und haben klare Regeln für Rücktritt und Abbruch. Vorsicht ist geboten, wenn ein Anbieter auf schnelle Unterschrift drängt oder gleich einen eigenen Kredit mitverkauft, ohne den effektiven Jahreszins offen zu nennen. Bei Fernlehrgängen hilft ein Blick auf die Zulassung nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz.
Häufige Fragen zum Kredit für eine Weiterbildung
Welche Weiterbildungen können mit einem Kredit finanziert werden?
Mit einem freien Ratenkredit fast jede: Studium, Meister- oder Fachwirtkurs, Umschulung, Sprachkurs oder Seminar. Förderdarlehen wie das Aufstiegs-BAföG gelten nur für bestimmte Abschlüsse und zugelassene Anbieter. Prüfen Sie die Förderung immer zuerst.
Wie hoch kann der Kreditbetrag sein?
Bei einem Ratenkredit hängt der Betrag von Einkommen, Ausgaben und Bonität ab. Bei Förderdarlehen richtet er sich nach den förderfähigen Kosten und den Höchstbeträgen des Programms. Leihen Sie nur, was nach Förderung und Ersparnissen fehlt.
Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag?
Für einen Ratenkredit meist Ausweis, Gehaltsabrechnungen oder Steuerbescheid und Kontoauszüge. Für Förderprogramme kommen Anmeldebestätigung, Kostenaufstellung und Nachweise zur Vorqualifikation hinzu. Die genaue Liste nennt die jeweilige Stelle.
Wie schnell erhalte ich eine Entscheidung?
Bei einem Ratenkredit mit digitalem Ablauf oft innerhalb weniger Tage, einen festen Termin gibt es aber nicht. Förderanträge wie das Aufstiegs-BAföG brauchen meist mehrere Wochen. Stellen Sie sie deshalb rechtzeitig vor Kursbeginn.
Kann ich den Kredit vorzeitig zurückzahlen?
Ja, Verbraucherkredite dürfen Sie jederzeit ganz oder teilweise zurückzahlen. Der Kreditgeber kann eine gesetzlich begrenzte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Eine Steuererstattung für die Weiterbildungskosten eignet sich gut für eine Sondertilgung.
Was passiert, wenn ich die Weiterbildung nicht abschließen kann?
Ein Ratenkredit muss trotzdem vollständig zurückgezahlt werden. Bei Förderdarlehen entfällt dann meist der Erlass, der an die bestandene Prüfung geknüpft ist. Sprechen Sie früh mit Kreditgeber und Förderstelle, wenn Probleme absehbar sind.
Welche Rolle spielt meine Bonität?
Bei einem Ratenkredit entscheidet die Bonität über Zusage und Zinssatz. Negative Schufa-Einträge oder ein knappes Budget erschweren die Finanzierung. Staatliche Förderdarlehen wie das Aufstiegs-BAföG hängen dagegen in der Regel nicht von der Schufa ab.






